Die Wahrheit über Milch

Milch ist in sehr vielen Lebensmitteln enthalten und ziemlich viele sind auch aus ihr hergestellt, wie z.B Joghurt und Quark. Ist Milch gut oder schlecht für den Körper? Diese Frage ist eigentlich irrelevant. Was wir uns stattdessen fragen sollten ist, wie geht es den Tieren dabei?

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Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du an Milch denkst? Vielleicht Calcium?
Ja, Calcium ist wichtig, wir benötigen es damit unsere Knochen stärker werden.
Woher kommt das Calcium eigentlich?
Calcium ist ein Mineral und Mineralstoffe können vom Organismus nicht selbst produziert werden. Das heißt die Kuh produziert das nicht selber, sondern die Pflanzen ziehen sich das aus dem Boden. Die Kuh frisst die Pflanze und das Calcium kommt so in die Milch.
Was die Milch aber noch besser kann, ist es uns das Calcium zu entziehen. Denn die Milch enthält tierisches Protein, was die Milch überseuert und dadurch baut der Körper Calcium ab, um dagegen zu wirken und die Übersäuerung zu neutralisieren.
Mögliche Folgen:
-Die Zähne werden anfällig für Karies.
-Knochen entkalken und werden brüchig.
-Muskeln bauen sich ab durch Übersäuerung.
-Herzschwäche und Herzrythmusstörungen können entstehen.

In den Ländern, wo der Milchkonsum am höchsten ist, ist die Osteoporose rate am höchsten. In Ländern, wo kaum Milchprodukte konsumiert werden, sind kaum Knochenbrüche und Osteoporose zu verzeichnen.

Ich wurde schon einpaar mal gefragt, was ich denn, als Veganer, mit der Milch machen möchte, statt sie zu trinken. Die ist ja sowieso da.
Ist sie das? Warum gibt die Kuh überhaupt Milch?
Sie gibt, genau wie jede andere Mutter, Milch um ihr Baby damit zu versorgen.
Wie schafft sie es denn, so viel Milch zu produzieren, dass sie damit ihr Kalb und uns damit versorgen kann? In Deutschland werden pro Jahr pro Kopf ca. 120kg Milchprodukte konsumiert.
Ich beantworte die Frage, anhand einer Frau.
Wir stellen uns eine Frau vor, die die ganze Zeit schwanger gehalten wird und wir sie ununterbrochen dazu benutzen um Milch zu produzieren. Das würde dazu führen, dass die Brüste extrem gereizt wären, es kann zu Entzündungen führen, Gefäße können platzen und Eiter kann entstehen.
Kommt das dann mit in die Milch?
Ja.
Es gibt weltweite Regelungen, wie viel Eiter und Blut in der Milch enthalten sein darf.
Daher werden vielen Kühen standardmäßig Antibiotika verschrieben, was auch direkt in die Milch gelangt.
Wofür ist die Milch ursprünglich gedacht?
Milch ist Säuglingsnahrung. Sie ist für das Kalb gedacht, damit dieses wächst und so schnell wie möglich groß wird. Die Milch enthält für das Kalb genau die richtige Menge an Hormonen und Proteinen.
IGF-1 ist ein Wachstumshormon, welches der Struktur von Insulin ähnlich ist. Es sorgt dafür, dass Zellen wachsen und sich vermehren. Für das Kalb also ideal. Wir selbst haben IGF-1, wenn wir Kinder sind, weil wir im Wachstum sind und dieses auch brauchen. Unser Körper stellt dieses Hormon her und reguliert das in uns selber. Es kann aber stimuliert werden, was sehr stark durch tierische Proteine passiert. Sind wir also ausgewachsen und unsere Zellen sollen nicht mehr aktiv wachsen, fördern wir mit dem Hormon das Wachstum anderer Zellen, wie z.B Krebszellen.
Je weniger IGF-1, desto geringer ist das Krebsrisiko.
Milch hat nichts, was für den menschlichen Organismus gesund ist. Erst recht nicht bei Erwachsenen Menschen. Milch enthält keine Ballaststoffe und keine Vitamine. Milch von der eigenen Mutter, ist nur gesund für einen Säugling, der im Wachstum ist.

Nun bin ich auf den gesundheitsschädlichen Aspekt der Milch eingegangen. Jetzt werde ich ein paar Argumente „für“ die Milch erläutern.

Erstmal schadet Milch doch niemandem oder?
Kühe leben in der Milchhaltung meist in extrem beengten Verhältnissen und sind nicht in der Lage, ihre grundlegenden Bedürfnisse, wie beispielsweise die Versorgung ihrer Kälber zu erfüllen. Kälber werden in modernen Milchbetrieben ihren Müttern meist unmittelbar oder nur wenige Stunden nach der Geburt entrissen. Oft schreien Mutter und Kalb tagelang nacheinander. Es leben momentan über 4 Millionen Kühe in Milchbetrieben.
Für Rinder über sechs Monate gibt es keine spezielle Haltungsvorschrift.
Viele verbringen ihr gesamtes oder den Großteil ihres Lebens im Stall. Etwa 1 Millionen Kühe werden in Anbindehaltung gehalten. Die meisten Kühe müssen dabei auf Beton- und Spaltenböden leben.
Circa 70 Prozent der Kühe werden in einem sogenannten Laufstall gehalten, der von der Tierindustrie als besonders „kuhfreundlich“ angepriesen wird. In Wahrheit schmerzen den meisten Kühen die Beine und Klauen aufgrund des harten Spaltenbodens oder sie bekommen Liegeschwielen und Abszesse wegen der harten und meist zu kleinen Liegeboxen.

Für Milch stirbt doch niemand?
Milchkühe werden bereits im Alter von vier oder fünf Jahren wertlos für die Milchwirtschaft und im Schlachthaus getötet.
Viele Menschen essen bewusst kein Fleisch, um den Tod eines Tieres zu verhindern. Doch auch mit jedem Glas Milch wird die Kalbfleisch-Industrie unterstützt männliche Kälber werden geschlachtet. Es gibt immer wieder Berichte, dass Bullenkälber von Milchkühen kaum mehr rentabel aufzuziehen bzw. zu verkaufen sind und daher oft vernachlässigt werden, bis sie sterben oder gleich getötet werden – obwohl dies nach dem Tierschutzgesetz strafbar ist.
Wer Biomilch kauft, unterstützt vermutlich sogar die konventionelle Tierindustrie. Schließlich steht auch im Biobereich Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Hier gibt es oft keinen Markt für die männlichen Kälber. Wenige Wochen nach der Geburt gehen sie in den konventionellen Markt, wo sie gemästet und nach kurzer Zeit getötet werden.

Kühe geben doch sowieso Milch?
Kühe werden durch Züchtung zu Hochleistungen angetrieben, mit hohen Mengen an Kraftfutter falsch ernährt und immer häufiger mit Antibiotika gegen Krankheiten behandelt. In den meisten Milchbetrieben werden die Kühe mit ausgewähltem Sperma künstlich befruchtet. Dies geschieht bei immer jüngeren Kühen, meist im Alter zwischen 1,5 und 2 Jahren. Dies kann zu großen Problemen bei der Geburt führen. Nach neun Monaten, einer ebenso langen Schwangerschaft wie bei einer Frau, gebärt eine Kuh ihr Kalb. Kühe geben etwa 10 Monate lang Milch. Um den Milchfluss jedoch konstant hoch und damit wirtschaftlich zu halten, werden sie mit der nächsten Brunst erneut befruchtet. So beginnt der Kreislauf von vorn. Unter normalen Umständen würden die Tiere nur so viel Milch produzieren, wie sie zur Ernährung ihrer Kälber benötigen: etwa 8 Liter pro Tag – ca 2000-3000 L jährlich. Doch durch die Zucht und das Hochleistungsfutter sorgt die Milchindustrie dafür, dass jede einzelne Kuh jährlich durchschnittlich weit über 8.500 Liter Milch gibt jährlich / bis zu 50L am Tag.

Was geschieht mit den Kälbern?
Die entrissenen Kälber werden meist einzeln in Kälberboxen (Kälberiglus) gesperrt Einzelhaltung. Nach der zweiten Lebenswoche ist nicht einmal mehr Einstreu wie zum Beispiel Stroh vorgeschrieben. Jedem Tierkind steht in den ersten Lebenswochen nur eine Fläche zur Verfügung, die kaum größer ist als eine handelsübliche Badewanne. Erst nach acht Wochen Einsamkeit müssen die Tierkinder in Gruppen mit anderen Kälbern gehalten werden – ihre Mütter sehen sie aber nicht wieder. Außerdem dürfen Kälber seit 2017 wieder mit Tiermehl und Tierfett im Milchaustauscher gefüttert werden, was nach dem Ausbruch von BSE (Rinderwahn) lange Zeit untersagt war. Die unnatürliche Fütterung und die nicht artgerechte Haltung führen oft zu starken Durchfällen und zu einer hohen Sterblichkeitsrate. *Tiermehl/Tierfett: aus Kadaver hergestellt/Kadaverfett von Rindern meistens.
Milchersatz für die Kälber: Milchaustauscher sind hoch verarbeitete Erzeugnisse, die u. a. aus Nebenprodukten der Milchherstellung wie Magermilch- und Molkenpulver (zum Teil demineralisiert und entzuckert) sowie pflanzlichen Inhaltsstoffen (häufig mit Palmfett) bestehen.
Ohne Betäubung werden den Tierkindern Nummern in Form von Marken durch das Ohr geschossen. Anschließend erfolgt die wahrscheinlich noch schmerzhaftere Enthornung, bei der der Hornansatz der Kälber mit einem mehrere hundert Grad heißen Eisen verbrannt wird. Männliche Kälber werden zum Teil ohne Narkose kastriert.

http://i.huffpost.com/gen/4242148/thumbs/r-KAELBER-large570.jpg


Milch schmeckt aber so lecker.
Die Schmerzhafte Euterentzündungen, auch Mastitis genannt, sind eine weitverbreitete Krankheit bei Kühen, die für die Milchproduktion ausgebeutet werden (Milch enthält Eiter)
Wir sind die einzige Spezies die sogar im Erwachsenen Alter noch Milch einer anderen Tierart trinkt.
Wir würden niemals Hunde oder Schweinemilch trinken, nicht mal menschliche Muttermilch würden wir als Erwachsene anrühren – warum also Kuhmilch?

Ich trinke aber nur Bio Milch.
Wer Biomilch kauft, unterstützt vermutlich sogar die konventionelle Tierindustrie. Schließlich steht auch im Biobereich Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Hier gibt es oft keinen Markt für die männlichen Kälber. Wenige Wochen nach der Geburt gehen sie in den konventionellen Markt, wo sie gemästet und nach kurzer Zeit getötet werden. Anbindehaltung ist zwar verboten, aber erlaubt, wenn es dem Tierwohl dient Schwierig zu überprüfen, dass das nicht ausgenutzt wird. Es geht nicht nur um das offensichtliche Glas Milch. Milchpulver ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten
Wer auswärts essen geht, kann schwer bestimmen woher Käse etc. kommen in TK Produkten sind die Milchbestandteil im Normalfall nicht aus Bio. Auch Bio ist immer noch eine Wirtschaft auch hier werden die Milchkühe geschlachtet, sobald ihre Milchleistung nachlässt.

Es gibt viele Alternativen und Pflanzenmilch lässt sich ganz einfach selbst herstellen. Informiere dich selbst und überdenke deine Ess- und Trinkgewohnheiten. Möchtest du die Milchindustrie weiter unterstützen?

https://www.dominionmovement.com/images/dominion_poster1.jpg

weitere Informationen:
► „Milch der Krankmacher“: http://www.peta.de/osteoporose#.WCDHp…
► „Milch & Osteoporose“: http://www.bmj.com/content/349/bmj.g6015
► „Alles Zum Thema IGF-1“: http://nutritionfacts.org/video/igf-1…
► „Das Wachstumshormon IGF-I im Zusammenhang mit Krebs und Milchkonsum“: https://groups.yahoo.com/neo/groups/N…
► „Proteine – gesundheitliche Aspekte“: http://www.fleisch-macht-krank.de/ind…
► „Fleisch, Zucker und Milchprodukte begünstigen Alzheimer“: http://www.aponet.de/aktuelles/forsch…
► „Milchprodukte und andere tierische Fette erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen“: https://www.provegan.info/de/studien/…
► „Vegane Ernährung: Risiko für Prostatakrebs sinkt“: http://www.supermed.at/gesundheit/veg…
► „Milch und Prostatakarzinom“: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26…
► „Milchkonsum erhöht das Brustkrebsrisiko um das 7,2-fache (!)“: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2…
► „Akne und Krebs haben eine gemeinsame Ursache“: http://nutritionfacts.org/video/savin…
► https://www.peta.de/milch-hintergrund ► https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/mastkaelber

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