Hast du schonmal darüber nachgedacht vegan zu werden? Hast du dich überhaupt schonmal mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt? Wieso ernährst du dich so, wie du es tust? Ist es deine komplette bewusste Entscheidung oder ist sie doch von der Gesellschaft geprägt? Das sollen hier alles keine Vorwürfe sein, es soll nur zur Aufklärung dienen und jeder kleine Schritt ist ein Anfang. Hier sind ein paar Argumente, die zeigen, warum eine vegane Ernährung sinnvoll und richtig sind.
1. Ethik
Dies ist der wichtigste Punkt der veganen Bewegung, weshalb ich ihn auch als erstes nenne.
Tiere sind Lebewesen. Sie haben ein Herz, wie du und ich. Sie können fühlen, trauern und lieben. Wer gibt uns das Recht zu entscheiden, dass sogenannte „Nutztiere“ durch die Hölle gehen müssen, wir halten sie gegen ihren Willen fest, sie haben keinen Freiraum, keinen eigenen Willen, um sie hinterher zu verstümmeln, damit wir 5min. Genuss haben oder sie als ‚Mode‘ zu tragen. Jährlich werden 70 Milliarden Landtiere (ohne Fische) ermordet, das ist 10x soviel, wie es Menschen auf der Erde gibt.
Ich mache bei Nutztieren Anführungszeichen, weil ich dieses Wort ablehne. „Nutztier“ ist ein vom Menschen erfundenes Wort, es gibt keinen Unterschied zwischen „Nutztier“ und Haustieren.
Wenn einem Hund auf offener Straße die Kelle durchgeschlitzt wird, würde es große Empörungen geben. Bei „Nutztieren“ ist das Alltag. Die Gesellschaft hat uns vorgeschrieben, welche Tiere wir liebhaben und welche wir grausam ermorden. Es gibt keinen Unterschied bei Tieren, keine Klassifizierung, wir müssen gegen den Speziesismus arbeiten. Was unterscheidet ein Hund von einem Schwein? -> ein Schwein ist intelligenter als ein Hund.
Wenn ihr euch noch weiter über die Halte- oder Tötungsbedinungen der Tiere informieren möchtet, dann schaut euch bei Youtube den Film Dominion an. Wir leben in einem Zeitalter, indem man alles in Sekundenschnelle googeln kann, niemand kann sagen, dass er darüber nichts weiß. Das soll kein Vorwurf sein, aber daran erkennt man, wie sehr diese ganzen Themen von der Öffentlichkeit ferngehalten werden. Da ein perfektes System mit tierischen Produkten aufgebaut wurde, wo wir das alles gar nicht sehen sollen. Es wird uns total einfach gemacht, diese ganze Quälerei zu verdrängen.
Über das Thema Bio = Besser werde ich nochmal einen eigene Beitrag erstellen.
Informiert euch und macht euch ein eigenes Bild. Fangt an selbstständig und bewusst über eure Gewohnheiten und diese fühlenden Lebewesen nachzudenken.
Wir müssen keine tierischen Produkte essen, wir müssen das ganze Leid, welches hinter geschlossenen Türen stattfindet nicht erzeugen.
2. Veganer haben kein Testosteron, da sie kein Fleisch essen.
Testosteron ist ein Sexualhormon, die Tiere und Menschen produzieren, das heißt, wenn wir tierische Produkte konsumieren, nehmen wir deren Hormone mit auf. Diese brauchen wir nicht, da unser Körper alles selber synthetisiert.
Über Hormone wird es in nächster Zeit nochmal einen eigenen Blogbeitrag geben.
3. Antibiotika
Der Großteil der Antibiotika wird nicht für uns Menschen, sondern für die Tiere eingesetzt. Dadurch entstehen immer mehr multiresistente Keime und wir haben immer mehr Antibiotika in unserem Fleisch drin. In einem Test waren in 9 von 10 Fleischprodukten bis zu 8 verschiedene Antibiotikarückständen zu finden.
In einem Mastbetrieb werden die Tiere auf engstem Platz gehalten, was dazu führt, dass viele Tiere erkranken. Diese haben meistens dieselbe Futter- oder Wasserquelle, weshalb alle Tiere, auch die gesunden, die Antibiotika bekommen. Meistens werden schon prophylaktisch die Antibiotika verteilt. Der Mensch isst das Fleisch und nimmt diese Antibiotikarückstände auf und dadurch wird der Körper resistent gegen die Keime. Wenn der Mensch also krank wird und Tabletten dagegen einnimmt, sagt der Körper einfach: „Kenn‘ ich schon“.
4. Umwelt
Hat Veganismus Auswirkungen auf unsere Umwelt?
Alle seriösen Wissenschaftler sind sich einig, dass wir dringen etwas ändern müssen. Der CO2 Ausstoß muss drastisch sinken. Der größte Teil des CO2 Ausstoßes kommt aus der Massentierhaltung. Hinzu kommen die Ausscheidungen der Tiere, wobei Methan freigesetzt wird. Methan ist 300x klimaschädlicher, als CO2. Theoretisch ist es schon zu spät, jetzt muss der Fleischkonsum drastisch sinken. Wir haben keinen zweiten Planeten, warum verunstalten wir ihn so? Warum machen wir ihn so kaputt? Die großen Firmen wollen nur Geld machen, aber irgendwann werden auch sie merken, dass man Geld nicht essen kann. Viele Menschen denken sich vielleicht auch, dass man als einzelne Person keinen Einfluss hat. Aber du hast einen Einfluss und du kannst etwas ändern, vermeide tierische Produkte am besten ganz, aber auch kleine Schritte sind ein Anfang. Achte auf deinen Ressourcenverbrauch und werde dir bewusst, welche Auswirkung das auf die Umwelt hat.
5. Ressourcen
Auch das ist ein Riesen Thema. Tiere essen in der Massentierhaltung Soja. Für Soja wird der Regenwald z.B in Brasilien abgeholzt um dort Soja anzubauen. Dieses wird dann z.B hierher transportiert zu den Mastanlagen, damit die Tiere es essen, damit wir hinterher die Tiere essen. Ein total absurdes Prinzip. Dazu kommt, dass die Tiere auch mit Wasser versorgt werden müssen und hinterher bei der Verarbeitung der „Produkte“, wird auch extrem viel Wasser benötigt.
Jeden Tag sterben 25 Uran-Utans durch die Abholzung.
Wir müssen den Umweg über die Tiere nicht gehen, wir können die Pflanzen auch regional und bio konsumieren.
Auch hier ist es wieder wichtig aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen.
6. Fläche
Die Konzerne wollen so effektiv wie möglich arbeiten und somit werden die Tiere auf engstem Raum gehalten. Mit Pflanzen kann man das nicht machen. Momentan könnten wir, mit der Fläche die wir haben, knapp 10 Milliarden Menschen ernähren. Das nutzen wir aber nicht und somit hungern täglich knapp 800 Millionen Menschen.
50 % der Fläche der Erde wird für die Pflanzen für die „Nutztiere“ verwendet.
„Du bist was du isst“ ist extrem wichtig. Wir können mit einer vollwertigen, pflanzlichen Ernährung sehr viel erreichen. Wir können viele der Volkskrankheiten (Diabetes,Übergewicht, Herzinfarkte, Schlaganfall, bestimme Formen von Krebs) deutlich reduzieren, da alle mit tierischen Produkten assoziiert werden.
Wie gesagt, das sollen hier alles keine Vorwürfe sein, sondern nur zur Aufklärung dienen.
Wenn ihr noch Fragen zur veganen Ernährung oder Umstellung habt, dann schreibt mir gerne. Es wird in Zukunft auch noch mehr Beiträge zur veganen Ernährung geben.
Hier habe ich meine Informationen her:
– „Vegan-Klischee ade!“ Niko Rittenau
– vegan ist ungesund (YouTube)
– Dominion (Youtube)
– What the health (Netflix)
– Cowspiracy (Netflix)